Cyberangriff verursacht Chaos an europäischen Flughäfen: Reisende müssen mit langen Wartezeiten und Störungen rechnen
Ein Cyberangriff auf die Check-in- und Boarding-Systeme vieler europäischer Flughäfen hat am Montag zu erheblichen Störungen und längeren Wartezeiten geführt. Besonders betroffen sind Reisende nach dem Berlin Marathon, die sich auf Rückflüge einstellen müssen, während auch Flughäfen in Dublin und London Probleme melden. In Deutschland können Reisende auf den großen Flughäfen jedoch aufatmen, da hier keine Störungen gemeldet wurden. Betroffene Passagiere haben Rechte auf Betreuung und mögliche Entschädigungen, auch wenn technische Probleme in der Verantwortung der Airlines liegen. Seien Sie also vorbereitet und informieren Sie sich über Ihre Ansprüche, während Sie möglicherweise etwas mehr Geduld aufbringen müssen.
Der Cyberangriff auf das Check-in- und Boarding-System vieler europäischer Flughäfen hat am Montag, den 22. September, zu erheblichen Störungen und Chaos an den Airports geführt. Reisende müssen sich auf längere Wartezeiten beim Check-in und Boarding einstellen, während Verspätungen und Flugausfälle die Situation weiter verschärfen.
Besonders betroffen sind Teilnehmer des Berlin Marathons, die am Wochenende in die Hauptstadt gereist sind und nun auf ihren Rückflug warten. Da sich eine große Anzahl von Marathonläufern gleichzeitig auf den Rückweg machen möchte, sind dadurch zusätzliche Verzögerungen zu erwarten. Der Flughafen BER in Berlin ist zwar nicht direkt betroffen, spürt jedoch die Auswirkungen des Angriffs.
In Dublin wurden noch am Sonntag viele Flüge gestrichen, während die Flughäfen in London und Brüssel ähnliche Probleme meldeten. Am Montagmorgen scheinen die Störungen jedoch weitgehend behoben zu sein, abgesehen von einem gecancelten Flug in Dublin. Der Flughafen in Brüssel hat angesichts der Situation klargestellt, dass es keine Probleme an anderen deutschen Flughäfen gibt.
In Deutschland bleiben die großen Flughäfen, darunter Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig/Halle, Dresden, Düsseldorf und Köln/Bonn, sowie die Regionalflughäfen Dortmund, Weeze, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt, von den Systemausfällen unberührt. Der Flughafen Münster konnte durch schnelles Handeln sogar verhindern, dass der Cyberangriff gravierende Auswirkungen auf den Betrieb hat.
Betroffene Reisende haben in solchen Situationen ein Recht auf Betreuung, was bedeutet, dass sie Snacks und Getränke erhalten müssen, wenn ihre Reise sich um zwei Stunden oder länger verzögert. Airlines sind zudem verpflichtet, alternative Beförderungen anzubieten, wenn ein Flug mehr als fünf Stunden Verspätung hat. Kommt es zu einer späteren Ankunft am Urlaubsort, haben Reisende auch das Recht, eine Reisepreisminderung beim Anbieter zu verlangen. Allerdings stehen Reisenden keine Entschädigungen zu, falls ihr Flug ausfällt oder sie länger als fünf Stunden warten müssen. Technische Probleme wie die aktuellen Störungen fallen in der Regel nicht in die Verantwortung der Airlines, wodurch sie keine Ausgleichszahlungen leisten müssen.
Wer jedoch von technischen Problemen innerhalb der Airline-Systeme betroffen ist, hat gemäß der EU-Fluggastrechte-Verordnung Anspruch auf Entschädigungszahlungen, die je nach Flugstrecke zwischen 250 und 600 Euro pro Person betragen können.
Fakten
- Der Cyberangriff auf das Check-in- und Boarding-System vieler europäischer Flughäfen führte zu Chaos an den Airports.
- Am Montag, 22. September, müssen sich Reisende auf längere Wartezeiten beim Check-in und beim Boarding sowie auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen.
- Der Berliner Flughafen BER ist indirekt von dem Cyberangriff betroffen.
- Tausende Marathonläufer ihren Rückflug nach dem Berlin Marathon am Wochenende antreten, was zu längeren Wartezeiten führt.
- Airports in Dublin, London und Brüssel haben Probleme gemeldet.
- In Dublin wurden noch am Sonntag etliche Flüge aufgrund der Auswirkungen des Cyberangriffs gestrichen.
- Am Montagmorgen scheinen die Probleme halbwegs gelöst zu sein, lediglich wurde ein Flug gecancelt.
- Der Flughafen in Brüssel empfiehlt Reisenden: Keine Probleme durch Cyberangriff an anderen deutschen Flughäfen.
- Die Airports Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig/Halle, Dresden, Düsseldorf und Köln/Bonn sowie die kleinen Airports Dortmund, Weeze, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt haben keine Probleme.
- Der Flughafen Münster konnte nach eigenen Angaben durch schnelles Handeln Auswirkungen durch den Angriff verhindern.
- Betroffene Reisende haben das Recht auf Betreuungspflicht, einschließlich Snacks und Getränke bei einer Verspätung von zwei Stunden oder länger.
- Airlines müssen alternative Beförderungen zum Ziel anbieten, wenn ein Flug mehr als fünf Stunden verspätet ist.
- Reisende können eine Reisepreisminderung beim Anbieter verlangen, wenn sie später als geplant am Urlaubsort ankommen.
- Wenn der Flug ausfällt oder länger als fünf Stunden verspätet ist, stehen Reisenden keine Entschädigung zu.
- Technische Probleme am Flughafen fallen nicht in den Verantwortungsbereich der Airline und müssen daher keine Ausgleichszahlungen an Betroffene leisten.
- Bei einem technischen Problem in Airline-internen Systemen können Reisenden Entschädigungszahlungen nach EU-Fluggastrechte-Verordnung erhalten, je nach Länge der Flugstrecke zwischen 250 und 600 Euro pro Person.
- Der Flughafen BER befindet sich in Berlin (DE).
- Die Airports Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig/Halle, Dresden, Düsseldorf und Köln/Bonn sowie die kleinen Airports Dortmund, Weeze, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt sind in Deutschland.
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