KI-basierte Digitalisierung ohne Wenn und Aber
srcset="https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?quality=50&strip;=all 4032w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=300%2C168&quality;=50&strip;=all 300w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=768%2C432&quality;=50&strip;=all 768w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=1024%2C576&quality;=50&strip;=all 1024w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=1536%2C864&quality;=50&strip;=all 1536w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=2048%2C1152&quality;=50&strip;=all 2048w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=1240%2C697&quality;=50&strip;=all 1240w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=150%2C84&quality;=50&strip;=all 150w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=854%2C480&quality;=50&strip;=all 854w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=640%2C360&quality;=50&strip;=all 640w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2025/10/PXL_20251013_065258557.MP_16.jpg?resize=444%2C250&quality;=50&strip;=all 444w" width="1024" height="576" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px">Mit nun über 200.000 Besuchern und rund 6.800 Ausstellern aus 180 Ländern verzeichnet die Messe wieder neue Rekorde, was mit ihrer Wandlungsfähigkeit zu tun hat.Tillmann Braun
Die Geschichte der GITEX begann vor 44 Jahren und neben der Lage gehören die stetigen Veränderungen zum Erfolgsrezept. Bei ihrem Debut als „Gulf Computer Exhibition“ zählte man noch 3.000 Besucher. Als sich sieben Jahre später nicht mehr alles um Computer drehte, benannte man sich in GITEX um. Heute setzt die Messe wie keine andere konsequent auf Künstliche Intelligenz (KI; AI) und Governance‑Tech, diese gehören mittlerweile quasi fest zur DNA der GITEX. Noch fehlt AI im Namen, aber schon heute formulieren die Verantwortlichen den Anspruch, alle Themen der digitalen Infrastruktur, Künstlichen Intelligenz und technologischen Souveränität an einem Ort bündeln zu wollen, an dem diese Themen vernetzt, diskutiert und verhandelt werden.
Dubai als geopolitischer Knotenpunkt
Bemerkenswert ist die steigende Internationalität der GITEX Global und der besonderen Rolle Dubais als Gastgeber. Die gut ausgebaute Infrastruktur, liberale Einreiseregeln und eine wirtschaftsnahe Technologiepolitik schaffen günstige Rahmenbedingungen. So kommen mittlerweile auch über 80 Prozent der Aussteller und Besucher aus dem Ausland – ein Anteil, den kaum eine andere vergleichbare Messe erreicht.
Die Tatsache, dass Dubai weder geografisch noch politisch Teil einer einzelnen Region ist, hilft dabei. Hier begegnen sich Technologieakteure aus Südamerika, Afrika, Asien und Europa ganz selbstverständlich. Aus Perspektive vieler Unternehmen bietet die GITEX damit einen Zugang zu Märkten und Zielgruppen, die in klassischen regionalen Formaten kaum erreichbar sind. Für zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die Messe längst zu einem „Fenster zur Welt“ geworden.
Neue Absatzmärkte für deutsche und europäische Austeller
Mit den Fachbesuchern aus allen Regionen der Welt eröffnen sich auch für europäische und deutsche Unternehmen neue Absatzmärkte. Wie wichtig die GITEX mittlerweile für hiesige Unternehmen ist, belegten die zahlreichen Messestände deutscher Unternehmen und der große Andrang am German Pavillon. In direkter Nachbarschaft zum europäischen Pavillon präsentierten sich auf dem, im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsenen Gemeinschaftsstand unterschiedlichste Unternehmen.
Mittlerweile kommen über 80 Prozent der GITEX-Aussteller und -Besucher aus dem Ausland.GITEX
Zum Beispiel Axiros, ein deutscher Weltmarktführer im Bereich Device-Management-Software für Internet Provider. Der verantwortlichen Marketing-Direktorin Ana Rados zufolge habe sich die Teilnahme von Axiros bereits am ersten Messetag gerechnet. Neben der Pflege und dem Ausbau wichtiger regionaler Kunden, allen voran Etisalat, konnten sie zahlreiche neue Kontakte in alle Teilen der Welt knüpfen und stießen dabei auf großes Interesse für deutsche Lösungen beim Gerätemanagement, der Automatisierung und der Service Assurance.
Und auch für Start-ups wie Aucobo aus Stuttgart bietet die GITEX (beziehungsweise die Partnermesse Expand North Star – ENS; ehemals GITEX Future Stars) laut ihrem Geschäftsführer Johannes be Isa eine attraktive Bühne. Hier stoße man auf Kunden und großzügige Investoren, wie man sie in Europa selten findet, so der Manager.
Im Vergleich zur GITEX und den lauten, farbenfrohen Messeständen wirkt die Start-up-Messe ENS allerdings eher glanzlos und unspektakulär. Doch der Eindruck trügt, handelt es sich doch um die weltweit größten Start-up- und Investorenmesse. Die etablierten Tech-Anbieter hätten selbst die Mittel und Wege, um sich ins Rampenlicht zu stellen, betont die Chefin der GITEX Global, Trixie LohMirmand. Für unsere Zukunft entscheidend seien jedoch laut der Managerin vielmehr die neuen, kleinen und innovativen Unternehmen.
Bürokratiefreie Verzahnung von Staat und Privatwirtschaft
Während die GITEX Global 2025 inhaltlich die Dynamik der internationalen Tech-Agenda widerspiegelte, beeindruckten einmal mehr die sogenannten Government-Hallen. Wie bereits im Vorjahr standen hier Anwendungen und Infrastrukturen im Bereich Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt. Wie an keinem anderen Ort wird dem technologiebegeisterten Europäer hier vor Augen geführt, was möglich ist (nicht wäre), wenn Geld, Bürokratie und Datenschutz keine Rolle spielen.
Militär und Behörden sind auf der GITEX Aussteller und Kunden zugleich.GITEX
Für Yousef Albobaie ist längst Alltag, wovon Deutschland und Europa nur träumen können. Der Produktmanager für Digitalisierung bei ELM, dem staatlichen IT-Dienstleister Saudi-Arabiens, kennt seit Jahren keinen analogen Verwaltungsprozess mehr. Von der Geburt über die Eheschließung, Firmengründung, Hauskauf, Bauantrag, und Kindergeld bis hin zur Sterbeurkunde: Alles ist seit Jahren längst digital, automatisiert und 24/7 verfügbar.
Bedenken bezüglich Datenschutz und Bürgerrechten gibt es nicht. Es überwiegt die Zustimmung, wenn die Baugenehmigung samt Strom-, Internet- und Wasseranschluss mit Hilfe von KI innerhalb nur eines Tages bearbeitet wird.
GITEX 2026: Mehr Raum, neuer Ort, neues Konzept
Für das kommende Jahr steht ein grundlegender Wandel an. Die GITEX Global wird 2026 erstmals nicht mehr im Dubai World Trade Center stattfinden, sondern auf das Gelände der Expo City Dubai umziehen. Der neue Veranstaltungsort bietet deutlich mehr Fläche und moderne Infrastruktur – ein logischer Schritt, nachdem die Messe in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist und inzwischen an ihre Grenzen stößt.
Begleitet wird der Ortswechsel von einer zeitlichen Anpassung: Statt im Oktober wird die Veranstaltung künftig im Dezember stattfinden. Hintergrund ist die Hoffnung auf angenehmere klimatische Bedingungen sowie eine stärkere Verknüpfung mit touristischen Angeboten.
Ziel ist es, Messebesucherinnen und -besucher zu ermutigen, ihren Aufenthalt in Dubai mit privaten Reiseplänen zu verbinden – etwa durch die Mitnahme von Familienangehörigen oder verlängerte Aufenthalte nach der Messewoche.
Das Konzept dahinter trägt den Namen „TechCation“ – eine Kombination aus Technologie und Urlaub, die in ihrer Form einzigartig sein dürfte. Die Veranstalter setzen darauf, dass Geschäftsreisen künftig nicht nur effizient, sondern auch erlebnisorientiert geplant werden. Dafür bietet Dubai mit seinem Freizeitangebot, seiner kulturellen Vielfalt und der touristischen Infrastruktur zweifellos gute Voraussetzungen.
Chancen und Herausforderungen des neuen Formats
Der Umzug auf das größere Gelände eröffnet den GITEX-Betreibern zufolge neue Möglichkeiten. Zusätzliche Ausstellungsfläche, bessere Infrastruktur, flexiblere Gestaltung der Themenbereiche – all das spreche für eine Weiterentwicklung der Messe. Auch der spätere Termin im Jahr könnte Vorteile bringen, etwa durch geringere Terminkonflikte mit anderen Großveranstaltungen oder durch eine entspanntere Atmosphäre. Gleichzeitig bringt die Umstellung aber auch Herausforderungen mit sich. Der neue Veranstaltungsort muss sich erst bewähren, logistische Abläufe müssen angepasst, Besucherströme neu organisiert werden. Auch der Versuch, Business und Freizeit stärker zu verschmelzen, ist nicht ohne Risiko. Für viele Unternehmen bleiben Messebesuche klar strukturierte Business-Events – mit klaren Zielen und begrenztem Budget. Ob und wie stark sich das neue Konzept durchsetzt, wird sich zeigen.
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