Wachstum der Wolfspopulation in Sachsen: Herausforderungen für Tierhalter und Anpassungen im Jagdgesetz
In Sachsen sorgt das rasante Wachstum der Wolfspopulation für Sorgen bei Tierhaltern, die in den letzten Jahren zahlreiche Verluste durch die Raubtiere verzeichnen mussten. Zwischen 2020 und 2025 wurden über 4100 Haus- und Nutztiere getötet oder verletzt, meist Schafe, aber auch größere Tiere wie Kühe. Während die Wolfszahlen steigen, zeigt die Politik Bereitschaft zur Regulierung: Der Wolf könnte bald ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden, was eine rechtssichere Entnahme von schadenstiftenden Wölfen ermöglichen würde. Derzeit gibt es in Sachsen 35 Wolfsrudel und mindestens 111 Welpen, und die Herausforderung bleibt, das Gleichgewicht zwischen Natur und Landwirtschaft zu finden.
Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den meisten Wölfen in Deutschland. In den letzten zehn Jahren ist die Wolfspopulation stark gewachsen, was negative Folgen für die Tierhalter mit sich bringt. Zwischen Januar 2020 und Ende August 2025 haben Wölfe im Freistaat mindestens 4135 Haus- oder Nutztiere getötet, verletzt oder verschleppt. Laut Behördenangaben sind die meisten dieser Tiere Schafe, jedoch gehören mittlerweile auch größere Tiere zum Beuteschema. So meldete ein Landwirt aus dem Kreis Görlitz Ende Oktober den Verlust einer trächtigen Mutterkuh, deren Geburt in drei Wochen erwartet wurde.
Aktuell zählt Sachsen 35 Wolfsrudel, zehn Wolfspaare und einen territorialen Einzelwolf. Die Wolfspopulation schwankt seit 2021/2022 zwischen 40 und 50 Wolfsterritorien. Die meisten Wölfe sind in der Oberlausitz beheimatet, wo 27 Rudel, fünf Paarungen und eine territoriale Wölfin nachgewiesen wurden. Das Thema Wolf und dessen Regulierung ist nach langen politischen Auseinandersetzungen endlich in Bewegung geraten. Die Tierhalter nähern sich möglicherweise dem Ziel einer gesetzlichen Regelung. Der Wolf soll künftig in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Dies würde ein regionales Bestandsmanagement ermöglichen und die rechtssichere Entnahme schadenstiftender Wölfe erleichtern.
Zusätzlich wurden auch außerhalb der Lausitz stabile Wolfsvorkommen festgestellt, wie beispielsweise in Nordsachsen, wo momentan fünf Rudel und ein Paar leben. In der Region Dresden wurde ein Wolfspaar ohne Nachwuchs bestätigt, während im Landkreis Meißen, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie im Erzgebirgskreis jeweils ein Rudel festgestellt wurde. Neu nachgewiesen wurden weitere Wolfspaare in den Landkreisen Leipzig und Vogtlandkreis. Insgesamt wurden in 34 Rudeln Nachwuchs geboren, wobei mindestens 111 Welpen gezählt wurden.
Die Herausforderung, das Gleichgewicht zwischen der wachsenden Wolfspopulation und dem Schutz der Weidetiere zu finden, bleibt eine wichtige Aufgabe. Von 2001 bis heute wird in Sachsen ein umfassendes Wolfsmonitoring durchgeführt, bei dem genetische Analysen von Kot und Speichelrückständen sowie Fotofallen zum Einsatz kommen. Trotz dieser Bemühungen gibt es immer wieder Herausforderungen, wie die dokumentierten 17 toten Wölfe im Beobachtungszeitraum, die größtenteils durch Verkehrsunfälle ums Leben kamen.
Fakten
- Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den meisten Wölfen.
- Die seit zehn Jahren stark gewachsene Wolfspopulation in Sachsen hat negative Folgen für die Tierhalter.
- Von Januar 2020 bis Ende August 2025 haben Wölfe im Freistaat insgesamt mindestens 4135 Haus- oder Nutztiere getötet, verletzt oder verschleppt.
- Die meisten Tiere davon sind nach Behördenangaben Schafe gewesen.
- Größere Tiere gehören inzwischen ebenfalls zum Beuteschema.
- Ende Oktober meldete ein Landwirt aus dem Kreis Görlitz den Verlust einer Mutterkuh.
- Das fünf Jahre alte Tier sei trächtig gewesen, die Geburt des Kalbs war in drei Wochen erwartet worden.
- Die aktuelle Wolfspopulation in Sachsen beträgt 35 Wolfsrudel, zehn Wolfspaare und ein territorialer Einzelwolf.
- Seit 2021/2022 schwanke der Bestand zwischen 40 und 50 Wolfsterritorien.
- Ein Wolfsterritorium bezeichnet ein Gebiet, das ein Rudel oder ein Wolfspaar für sich beansprucht.
- Die meisten Tiere sind weiterhin in der Oberlausitz beheimatet.
- Dort wurden 27 Rudel, fünf Paare und eine territoriale Wölfin nachgewiesen.
- Regulierung in Sicht Nach langen Jahren der politischen Auseinandersetzung sind die Tierhalter der Forderung nach Regulierung offenbar einen wichtigen Schritt näher gekommen.
- Der Wolf soll in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden.
- Die geplanten Änderungen seien mehr als ein Minimalkonsens.
- Der Bund wolle ein regionales Bestandsmanagement ebenso verankern wie die rechtssichere Entnahme schadenstiftender Wölfe.
- Regionales Bestandsmanagement bedeutet nach den Plänen der Bundesregierung, dass in Regionen mit hohen Wolfszahlen Regulierung möglich ist.
- Haben Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet, soll eine leichtere, rechtssichere Entnahme erlaubt sein.
- Auch außerhalb der Lausitz wurden bei der aktuellen Zählung stabile Vorkommen festgestellt.
- In Nordsachsen gibt es derzeit fünf Rudel und ein Paar.
- In der Region Dresden wurde ein Wolfspaar ohne Nachwuchs bestätigt.
- Je ein Rudel lebt im Landkreis Meißen, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie im Erzgebirgskreis.
- Neu nachgewiesen wurden die Wolfspaare "Lossatal" und "Tresenwald" östlich von Leipzig im Landkreis Leipzig sowie "Muldenhammer" im Vogtlandkreis.
- Einzelne Tiere wurden zudem in anderen Bereichen des Vogtlands, des Erzgebirgskreises und im Landkreis Zwickau beobachtet.
- Insgesamt wurde in 34 Rudeln Nachwuchs festgestellt. Mindestens 111 Welpen sind dabei gezählt worden.
- Im Rudel "Königshainer Berge" nahe Görlitz haben dem Amt zufolge in einem Rudel zwei verschiedene Wölfinnen erfolgreich Nachwuchs bekommen.
- Zusätzlich gibt es elf Territorien, die nur teilweise in Sachsen verortet sind.
- Sieben davon befinden sich an der Grenze zu Tschechien, drei an der zu Brandenburg und eines an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.
- Bei drei Territorien ist der Status laut dem Landesamt noch unklar. Diese befinden sich in Moritzburg, der Noeser Heide und dem Tharandter Wald.
- Im Verlauf des Beobachtungszeitraums wurden zudem 17 tote Wölfe dokumentiert.
- In 13 Fällen war ein Verkehrsunfall die Ursache. Zwei wurden illegal getötet und einer starb auf natürliche Weise.
- Ein Fall blieb unklar.
- Vier der gestorbenen Tiere waren sogenannte Revierinhaber.
- Seit 2001 wird das Wolfsmonitoring in Sachsen durchgeführt.
- Um die Tiere zu erfassen, greift die Fachstelle neben Fotofallen primär auf genetische Analysen von Kot und Speichelrückständen zurück.
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